Artikel
6 Kommentare

Mit ffmpeg Zeitraffervideos erstellen

Zeitraffervideos sind irgendwie faszinierend, weil Sie bewegte Bilder zeigen, die aber eigentlich „stehend“ oder einzeln aufgenommen wurden. Wie ihr solche Videos mit eurer Webcam unter Linux erstellen könnt schreibe ich euch in folgendem Artikel.

Um diese Bilder aufnehmen zu können braucht Ihr eine Webcam, Linux und ffmpeg. Mit folgendem Befehl schiesst ihr die Bilder mit Eurer Webcam.

s=5;i=1;until [ ]; do ffmpeg -f video4linux2 -s 640x480 -r 1 -i /dev/video0 \
-vframes 1 -f image2 pic`printf %05d $i`.jpg;i=$(($i+1));sleep $s;done

s entspricht der Zeit, die zwischen den Bildern „geschlafen“ wird. Bei video4linux2 müsst ihr euren Treiber auswählen, bei meiner Cam wäre es entsprechend der video4linux2 Treiber. Ich habe beim Dateinamen mit printf mal eine 5-stellige Zahl angenommen, je nachdem wie viele Bilder Ihr aufnehmen wollt, müsst Ihr es entsprechend anpassen. Eventuell führt ihr dem Befehl gleich in dem Verzeichnis aus, in dem Ihr die Bilder später auch haben möchtet, sonst müllt ihr euch vielleicht euer Home zu. Das Skript lässt sich entsprechend mit STRG+C abbrechen.
Nach und nach füllt sich euer Ordner und mit der Thumbnail-Ansicht zeigt sich schon ein kleiner Zeitraffer ab.

Um die Bilder nun zu einem Video zusammen zu packen müsst ihr folgenden Befehl im Verzeichnis eurer Wahl ausführen:

ffmpeg -r 10 -f image2 -i pic%05d.jpg zeitraffer.mp4

Der Parameter -r beschreibt die Rate mit der das Video erzeugt wird, also je größer die Zahl, desto schneller ist das Video vorbei, je mehr Bilder werden verwendet. So bietet es z.B. an, verschiedene Videos mit verschiedenen Raten zu erstellen. Ich habe beispielsweise aus ca. 1400 Bildern ein 1, 2 und 5 minütiges Video erstellt.

Der Artikel ließ eine ganze Zeit auf sich warten, weil ich die Bilder ohne Prefix erstellen ließ und das beim Erstellen des Videos zu Segmentation Faults im ffmpeg führte.

Funktioniert die Anleitung bei euch? 🙂

Favourite Zeitraffervideos:

Quellen:

6 Kommentare

  1. Klar funktioniert das. 😉 Zeitraffer sind cool. Mir fehlt leider eine gescheite Kamera, um vorzeigbare Ergebnisse zu liefern. 🙂 Wobei die ja heute eigentlich nicht mehr die Welt kosten dürften…

    Hab mir mal erlaubt, das noch um zwei Funktionen zu erweitern: Einerseits kann der Endzeitpunkt angegeben werden, damit man sich nicht ausrechnen muss, wieviele Bilder das sein müssen, um beispielsweise 2 Stunden lang aufzunehmen. Andererseits wird mit ImageMagick noch die aktuelle Uhrzeit in das Bild eingezeichnet, was ich immer ganz informativ finde.

    http://gist.github.com/516292

    Cheers!

    PS.: Entschuldige, falls der Kommentar mehrfach auftaucht. Captcha und Cookies sind immer so ’ne Sache…

  2. Naja ich hab die PS3 Eye irgendwas, weil ich die irgendwann für Multitouch-Tests gekauft hatte, das mit MultiTouch funktioniert nicht so richtig und dann hab ich halt nach Alternativen gesucht um die 30 Euro rechtzufertigen 😉

    Danke für die Erweiterung… Da ich allerdings nicht wusste wie lange der Geburtstag nun dauerte war die Endlosschleife die einfachste Variante 😉

    Grüße

  3. Interessante Sache!
    Eine kleine Anmerkung zum Konvertierungsbefehl: Wenn man das Script von Vain nutzt, dann muss man statt „pic%05d.jpg“ „pic%08d.jpg“ nutzen.

    Gruß
    gehaxelt

  4. Der Befehl zur Erstellung der MP4-Datei funktioniert bei mir nicht. Es läuft zwar an, bricht aber irgendwann mit “Speicherzugriffsfehler” ab. Aus diesem Grund habe ich es mit OpenShot gelöst. Hast du evtl. eine Idee?

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.